Bundespräsidentenwahl – Wulff 10.Bundespräsident

Von , 30. Juni 2010 21:56

Noch am Tag vor der Wahl des Bundespräsidenten gab sich die Regierungskoalition zuversichtlich, dass ihr Kandidat Christian Wulff (CDU), eine Mehrheit für sich verbuchen könne. Von „nahezu geschlossenen Reihen“, die hinter dem CDU-Kandidaten stünden war die Rede. Inzwischen liegt eine Nervenaufreibende Bundesversammlung hinter den Mitgliedern. In zwei Wahlgängen konnten keine entscheidende Mehrheit für einen der Kandidaten erreicht werden. Die Kandidatin der Linken für das Bundespräsidentenamt, Luc Jochimsen, wird nach Angaben von Fraktionschef Gregor Gysi nicht bei dem geplanten dritten Wahlgang teilnehmen. Damit bleibt die Entscheidung zwischen Christian Wulff und dem SPD-Kandidat Joachim Gauck. Durch den Rücktritt von Frau Jochimsen könnte sich das Blatt zugunsten Gaucks wenden, da von den nun freien Mitgliedern der Linken, eher die Entscheidung für ihn zu erwarten ist. Das wäre eine große Schlappe für die amtierende Regierung. Während in den ersten beiden Wahlgängen eine absolute Mehrheit für einen der Kandidaten notwendig ist, gewinnt beim dritten und letzten Wahlgang, der Kandidat, der die meisten Stimmen erhält.

UPDATE:

Christian Wulff gewinnt im 3. Wahlgang mit 625. Stimmen. Der wichtigste Gegenkandidat Gauck erhielt 494. Stimmen

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6 Antworten für “Bundespräsidentenwahl – Wulff 10.Bundespräsident”

  1. [...] neu gewählte Bundespräsident Christion Wulff, der sich anlässlich seines Antrittsbesuches in Warschau aufhält, hat der „Gazeta [...]

  2. [...] berichten Medien, dass der Vorstand der Bundesbank bei Bundespräsident Christian Wulff die Abberufung Sarrazins beantragt haben soll. Die Bundesbank erklärt den einstimmigen Beschluss [...]

  3. [...] um die Freiheit Polens. Für den heutigen Nachmittag steht ein Treffen mit Bundespräsident Christian Wulff auf dem [...]

  4. [...] Christian Wullfs Integrationsrede, in der er den Islam als Teil der deutschen Gesellschaft bezeichnet hat, hat für viel Wirbel gesorgt. Edmund Stoiber (CSU) kritisierte gegenüber der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”, Wullfs Äußerung über die Zugehörigkeit des Islam zu Deutschland sei zu kurz gefasst, da das Christentum die deutsche Kultur geprägt habe und Integration auch bedeutet, sich in die Leitkultur des Landes zu einzufügen. Auch Generalsekretär der CDU Hermann Gröhe beanstandet in einem Interview, dass Religionsfreiheit “keinen Rabatt” bedeutet, wenn es beispielsweise um die Gleichberechtigung von Mann und Frau gehe. Sein Kollege Alois Glück verlangte, die Muslime in Deutschland sollen sich nicht von der deutschen Gesellschaft abschirmen, sondern: “sich die Werte unserer christlich geprägten Kultur aneignen, ohne dass wir den Anspruch stellen, dass sie ihren eigenen Glauben aufgeben müssten”. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bemühte sich, die starken Kontroversen die durch die Rede des Bundespräsidenten ausgelöst wurden zu dämpfen, in dem sie darauf hinwies, das Wulff in seiner Rede zum Tag der Einheit lediglich deutlich gemacht habe, “dass die vom Islam vertretenen Werte mit unserem Grundgesetz übereinstimmen müssen. Es gilt bei uns das Grundgesetz, und nicht die Scharia”. Auch sie bezeichnete die christlich-jüdische als die “prägende Kraft unserer Kultur”. Im Gegensatz zu den Aussagen der CDU und CSU-Politiker, warfen SPD-Funktionäre wie Berlins regierender Bürgermeister Klaus Wowereit der CDU vor; “anders als ihr Bundespräsident nach wie vor nicht in der Realität angekommen” zu sein. Einzig der Grünen-Chef Cem Özdemir brachte das Problem auf den Punkt in dem er sagte, dass nicht die unterschiedlichen Religionszugehörigkeiten, sondern die freiheitlich demokratischen Werte der Verfassung entscheidender Bezugspunkt für das Miteinander der hier lebenden Menschen ist. [...]

  5. [...] Christian Wulff ist das erste deutsche Staatsoberhaupt, das vor einem türkischen Parlament sprechen durfte. In [...]

  6. [...] Festakt, wird nicht nur der ehemalige niedersächsische Minister und heutige Bundespräsident Christian Wulff, sondern auch der polnische Staatspräsident Bronislaw Komorowski erwartet. Institutsleiter Dieter [...]

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