Die von Kanzlerin Merkel vorgelegten Pläne der AKW-Laufzeiten-Verlängerung um 10 bis 15 Jahre, stösst nicht nur bei Umweltverbänden, sondern auch bei vielen Wissenschaftlern auf scharfe Kritik. Regine Günther, Leiterin Klima- und Energiepolitik des WWF Deutschland, bemängelt die Pläne der Regierung als reine "politische Festlegung", der jeder Bezug zur tatsächlich notwendigen Energieversorgung für Deutschland fehlt. Auch eventuelle positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt oder den Klimaschutz, wie von Frau Merkel betont, lassen sich aus den verschiedenen zu diesem Szenario erstellten Gutachten nicht schließen. Das Gutachten auf das sich die Regierung jetzt stützt, wurde auch von Felix Matthes vom Öko-Institut als "unplausibel" und "weltfremd" verurteilt: "Die Modellierung der Großhandelspreise ist weltfremd, weil davon ausgegangen wird, dass die Preise an der Strombörse sehr stark sinken". Ein mit der Verlängerung der AKW-Laufzeiten einhergehender Einbruch des Ausbaus der erneuerbaren Energien, wird außerdem zusätzlichen Schaden anrichten, da wir in Deutschland langfristig auf erneuerbare Energien angewiesen sein werden.