Streit um Zwischenlager in Bayern

Die bayrischen CDU und CSU-Politiker, gehören mit zu den lautesten Befürwortern der Atomenergie. Doch das könnte sich zeitnah ändern. Denn jetzt mussten sie zugeben, dass auch sie keine Lust haben, für Jahrtausende strahlenden Atommüll im gemütlichen Bayern-Land zu lagern. Natürlich klingt es, von einem Politiker formuliert, viel sachlicher. „Wir haben nun mal keinen mit Gorleben vergleichbaren Salzstock“, bedauerte Umweltminister Markus Söder, während er auch die kurzfristige Zwischenlagerung von Castoren strikt ablehnt. Bayern hätte keine passenden Standorte und „Die Genehmigung des Bundesamtes für Strahlenschutz ist eindeutig“, wird von Bayrischen Sprechern des Ministerium offiziell verkündet. Und außerdem sei die Zwischenlagerung von strahlendem Abfall in der Nähe der Atomkraftwerke ohnehin nicht zugelassen. Als es um die Verlängerung der Laufzeiten, und damit natürlich vor allem um die zwölf Jahre länger dauernde Produktion von strahlendem Atommüll ging, waren die bayrischen Politiker weniger effizient und kategorisch in ihren Meinungsäußerungen. Letztlich haben sich fast alle CDU und CSU-Spitzenpolitiker für eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten ausgesprochen. Auch Umweltminister Söder ist eingeknickt. Vielleicht bedarf es einer neuen Regelung, die etwas sinnvollere Gesetze fördern könnte. Im Falle der Atomenergie könnte es hilfreich für eine objektivere Herangehensweise an die Frage der Sicherheit und des Nutzens der AKW sein, wenn die Landesvertretungen, die für die Kernkraft stimmen, auch die Verantwortung für die Endlagerung der alten Brennstäbe übernehmen müssten. Dann wäre vielleicht auch ein Söder nicht umzustimmen gewesen.

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