Bundespräsident wegen Kreditaffäre unter Druck

Der deutsche Bundespräsident, Christian Wulff, gerät immer stärker in Erklärungsnot wegen seines Privatkredites. Wie „Der Spiegel“ jetzt berichtete, wurde das Stuttgarter Unternehmen „Porsche“ durch „Volkswagen“ vor der Insolvenz bewahrt, während Wulff im Aufsichtsrat von VW saß. Der umstrittene private Kredit des Bundespräsidenten, der zu extrem günstigen Rahmenbedingungen an Wulff ging, wurde ihm von der Baden-Württemberger BW-Bank, der Hausbank von „Porsche“ gewährt. Christian Wulff bestreitet, dass der Kredit von rund einer halben Million Euro, eine Art „Dankeschön“ für die Rettung von „Porsche“ gewesen sei. Genauere Informationen über die Vorgehensweise bei der „Porsche-Rettung“ verweigerte der Bundespräsident, mit dem Hinweis auf seine „fortgeltende Verschwiegenheitsverpflichtung“. Ein Sprecher der BW-Bank erklärte unterdessen der „Bild“-Zeitung, dass derzeit eine interne Ermittlung die Vorgänge während der Darlehensvergabe prüft, um eine mögliche Vorteilsgewährung auszuschließen. Der CDU-Bundespräsident Norbert Lammert kritisierte die unzureichende Transparenz beim Umgang Wulffs mit den Medien, nach Bekanntwerden der Vorwürfe, sowie die Art, in der diese „Kreditaffäre“ von den Zeitungen lanciert wurde. Lammert: „Auch die Medien haben Anlass zu selbstkritischer Betrachtung ihrer offensichtlich nicht nur an Aufklärung interessierten Berichterstattung.“

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