Erhöhung des Rentenalters keine gewünschte Option

Nicht nur bei der Bevölkerung, auch innerhalb der Union ist der Vorstoß des Finanzministers betreffend der Erhöhung des Renteneintrittsalters, heftig umstritten. „Wir haben jetzt die Anhebung der Regelaltersgrenzen bis zum Jahr 2029 auf 67 Jahre. Die sollten wir abwarten“, mahnt Peter Weiß, der Rentenexperte der CDU. Als „Zukunftsmusik“ und „unverantwortlich“, bezeichnete er den Versuch, die Rente für mehr als 30 Jahre im Voraus planen zu wollen. Mit der Begründung „die Staatsfinanzen sichern“ zu wollen, hatte Finanzminister Wolfgang Schäuble bekannt gegeben, die Möglichkeit eines höheres Renteneintrittsalters prüfen und von seinen Mitarbeitern durchrechnen zu lassen. Aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise wächst die „Tragfähigkeitslücke“, also die durch höhere Ausgaben als durch das Bruttoinlandprodukt eines Landes abdeckt ist, entstehenden Staatsschulden, von 2,4 auf 3,8 Prozent. Um diese „Risiken für die dauerhafte Solidität der Staatsfinanzen“, so Schäuble, zu verringern, erwägt das Finanzministerium derzeit alle Optionen um die erwartete Lücke zu schließen. Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK widersprach dem Sinn einer solchen Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 69 Jahre und bezeichnete sie als „Skandal“, der lediglich die Altersarmut erhöhen würde. Bereits jetzt ist es für Menschen über 50 schwer, Arbeit zu finden. Ein späterer Rentenbeginn würde lediglich die Zeit der Arbeitslosigkeit erhöhen und damit auch die Höhe der späteren Rente verringern.

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