Kinderhandel in China

Kinderrechte werden vor allem in Asien noch immer sehr niedrig bewertet. Aufgrund der großen Armut weiter Teile der Bevölkerung floriert auch der Handel mit Adoptionskindern in diesen Ländern. Allerdings wird mit steigendem Wohlstand auch in Asien immer härter dagegen vorgegangen. So gelang jetzt der chinesischen Polizei ein Schlag gegen einen Kinderhändlerring, bei dem über 600 verdächtige Personen festgenommen wurden. 178 Kinder konnten dabei befreit werden. Erleichtert wird den Kinderhändlern ihre „Arbeit“ dadurch, dass die Adoptionsregeln in China sehr locker sind. In China haben Mädchen traditionell einen wesentlich geringeren Wert als Jungen, so dass Eltern die Geburt eines Mädchens oft als Unglück betrachten und bereit sind, das Kind zu verkaufen. Oftmals sind die Eltern der verkauften Kinder auch so arm, dass sie nicht wissen wie sie ihr Kind ernähren sollen. Mit dem Verkauf hoffen sie, dass ihr Kind in gesicherten Verhältnissen aufwachsen kann. Auf der anderen Seite bringt die immer noch gültige Ein-Kind-Politik Chinas viele Eltern dazu, sich auch illegal um ein zweites Kind zu bemühen und dafür zu zahlen. Ob die von den Behörden gefundenen Kinder ihren Eltern zurück gegeben werden können, ist jedoch aufgrund der vermutlichen Schuldbeteiligung der Eltern, noch unklar.

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