UN-Bericht über Angriff auf GAZA-Hilfsflotte

Inzwischen liegt der Bericht der UN-Experten über die am 31. Mai statt gefundene Erstürmung der Gaza-Hilfsflotte durch die Israelische Armee vor, bei der 9 türkische Aktivisten gestorben waren. In diesem Bericht wird Israel der Angriff als schwerer Verstoß gegen die Menschenrechte vorgeworfen. Von „nicht hinnehmbarer Brutalität“ während der Aktion ist darin die Rede, die durchaus ausreichend für eine Anklage wären. Die Untersuchungskommission fordert die israelische Regierung zur Zusammenarbeit auf, um die beteiligten Personen rechtlich belangen zu können. Zwar hatte Israel bisher erklärt, dass die Soldaten mit Messern und Knüppeln angegriffen worden waren und sich lediglich verteidigten, aber bei der Untersuchung wurden mindestens 6 der Todesfälle als „willkürliche Hinrichtung“ bezeichnet. Die israelische Regierung lehnt den Bericht als parteiisch ab und verweigert eine Zusammenarbeit. Der Bericht, so der israelische Außenminister, sei „ebenso voreingenommen und einseitig, wie das Gremium, das ihn erstellt hat“. Eine israelische Kommission untersucht den Vorfall unabhängig von der UN. Alle anderen Untersuchungen wurden als „überflüssig und unproduktiv“ bezeichnet.

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