Arbeitnehmer profitieren nicht vom Wirtschaftsaufschwung

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt erwartet, wie er in einem Interview durch die „Berliner Zeitung“ angab, auch für die nächsten Jahre einen anhaltenden Aufschwung. Seiner Meinung nach zeigt die derzeitige Entwicklung, dass Deutschland auch in den kommenden Jahren mit einem Wirtschaftswachstum von rund zwei Prozent rechnen könne. Aufgrund dessen rechnet er mit einer sinkenden Arbeitslosenzahl. Hundt: „Ich kann mir vorstellen, dass wir in diesem Jahr vorübergehend in Richtung 2,5 Millionen kommen“. Bisher haben allerdings die Arbeitnehmer von dieser guten Konjunktur kaum profitieren können. Nach Ansicht Hundts, könnte sich das zeitnah ändern. Vor allem für die Zeitarbeiter rechnet der Arbeitgeberpräsident mit einer Verbesserung: „Ich denke, dass Gewerkschaften und Arbeitgeber für die Zeitarbeit neue Lösungen finden werden, die zu einer Angleichung an die Löhne in den einzelnen Branchen führen“. Berechnungen des Deutsche Instituts für Wirtschaftsforschung lassen jedoch wenig Spielraum für eine flächendeckende Erhöhung des Einkommens der Arbeitnehmer. Zwar sind die Tariflöhne diese Jahr um knapp zweieinhalb Prozent gestiegen, die für das laufende Jahr erwartete Inflationsrate, liegt jedoch ebenso zwischen zweieinhalb und drei Prozent, wie der Konjunkturchef des Instituts, Ferdinand Fichtner, in einem Interview der „Wirtschaftswoche“ gegenüber äußerte. Auch Steuerexperten der Freien Universität Berlin, rechnen trotz Wirtschaftsaufschwung eher mit sinkenden Reallöhnen.

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