Ärzte fordern mehr Geld für ihre Arbeit

„Die fetten Jahre sind vorbei“, so lautet der Filmtitel eines Films in dem drei Jugendliche die Reichen abstrafen. Bei den Ärzten in kommunalen Krankenhäusern sieht es seit einigen Jahren gegenteilig aus, sie fordern das Ende der „mageren Jahre“ und streiken.

Der bundesweite Streik beginnt am Montag mit einer Kundgebung in München und setzt sich dann in ganz Deutschland fort. Die Gewerkschaft Marburger Bund fordert neben fünf Prozent Lohnerhöhung auch 35 Prozent höhere Entschädigungsleistungen bei Bereitschaftsdiensten.

Die aktuellen Forderungen lassen sich nur schwer durchsetzen, da die Krankenhäuser in kommunaler Hand ohnehin finanziell gebeutelt sind. Vor zwei Jahren musste der Bund mit Unterstützungen die Krankenhäuser auf Vordermann bringen.

Immer weniger Ärzte wollen in den städtischen Krankenhäusern ihren Dienst antreten. Es fehlen aktuell über 5000 Ärzte, 80 Prozent der Häuser können ihre freien Stellen nicht mehr besetzen. Mittlerweile gibt es zahlreiche freiberufliche Ärzte die diese Situation ausnutzen.

Ärzte an kommunalen Krankenhäusern verdienen rund 76000 Euro pro Jahr. Die Freiberufler haben bereits einen Stundenlohn von 100,- Euro. Die Ausgangsposition auf Ärzteseite ist in diesem Streik die deutlich bessere. Die Patienten werden sich auf eventuelle Verzögerungen bei bereits geplanten Operationen einstellen müssen. Auch längere Wartezeiten in den Krankenhäusern bei der Aufnahme wird es geben, so lange gestreikt wird.

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