Bundesweiter Streik der Leiharbeiter

Bundesweit haben in der vergangenen Woche circa 210.000 Beschäftigte aus 1400 Betrieben gegen Leiharbeit protestiert. Unter dem Motto: „Arbeit – sicher und fair“ machten sie auf die extrem schlechten Arbeitsverhältnisse aufmerksam. Dazu gehören befristete Anstellungen, schlechte Entlohnung, unbezahlte erzwungene Ausfallzeiten und die daraus resultierende fehlende Planungssicherheit für die Betroffenen. Im Schnitt arbeitet ein Zeitarbeitsangestellter nur halb so viele Stunden pro Monat, wie ein regulär angestellter Mitarbeiter – bei entsprechend geringerer Bezahlung. Laut Aussage des IG-Metall-Chefs Berthold Huber, würde „die Arbeitswelt durch eine Flut von Leiharbeit und prekärer Beschäftigung für alle schlechter [werden]“. Das Leiharbeiter gerade in einer Zeit des Aufschwungs so ausgenutzt werden, hält Huber für „das Gift für die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft von Morgen und sozialer Sprengstoff allemal.“ Die Demonstrationen wurden notwendig, weil die Gespräche zwischen dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und der Bundesregierung über eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Leiharbeiter bisher ergebnislos verliefen. „Wir müssen verhindern, dass immer mehr Menschen, die arbeiten, arm werden, dass sie ungleich behandelt werden, dass sie zu Arbeitnehmern zweiter Klasse degradiert werden.“, so Michael Sommer, als Vorsitzender des DGB in einem Interview durch das MDR.

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