DGB kündigt Kampf gegen Leiharbeit an

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat jetzt der Leiharbeit den Kampf angesagt. „Leiharbeit ist die Tagelöhnerei des 21. Jahrhunderts“, beschwerte sich DGB-Chef Michael Sommer, bei einem Interview durch die Zeitschrift „Super Illu“. Die Gewerkschaft wird nicht länger dulden, dass die „Arbeits- und Tarifbedingungen mit Leiharbeit unterlaufen werden“, verspricht der DGB-Chef. Durch den Zwang für Hartz-4-Empfänger, auch die von den Arbeitsämtern vermittelten Jobs in Zeitarbeitsfirmen anzunehmen, ist die Leiharbeit, so Sommer weiter, „zu einem zentralen Instrument für Lohndumping und die Zerstörung normaler, unbefristeter und tariflich bezahlter Arbeitsplätze“ geworden. „Zeitarbeitnehmer verrichten die gleiche Arbeit am gleichen Ort wie ihre Kolleginnen und Kollegen aus den Stammbelegschaften, verdienen dafür aber bis zu 50 Prozent weniger. Warum das angemessen und gerecht sein soll, versteht kein Mensch, der seine sieben Sinne noch beisammen hat.“ Diesen Missbrauch von Arbeitskräften will die Gewerkschaft zukünftig besser deutlich machen und bekämpfen. Nur so kann die Leiharbeit wieder auf ihren ursprünglichen Zweck beschränkt werden – als Aushilfe bei unerwarteten Ausfällen.

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