Ende der Wehrpflicht

Nachdem die Wehrpflicht abgesetzt wurde, hofft die Regierung auf ein wachsendes Interesse an einem freiwilligen Bundeswehrdienst, besonders im Zivildienst. Hermann Kuess, der Staatssekretär des Bundesfamilienministeriums geht davon aus, dass die bisher verhaltene Nachfrage in den kommenden Monaten und Jahren steigen werde. Schon jetzt hat ein Teil der bisher aktiven 19.700 Zivildienstleister ihren Dienst freiwillig verlängert. „Es fängt ja jetzt erst an“, erklärt der Staatssekretär. „Eine erste Bilanz kann man im September/Oktober ziehen, dann wird man wissen, wie viele es wirklich sind.“ Kues führt auch Studien an die beweisen, dass die Bereitschaft jüngerer Leute, sich für andere Menschen einzusetzen, sehr hoch ist. Kues: „Das wissen wir aus allen möglichen Studien. Das ist, glaube ich, eine tolle Geschichte für eine Gesellschaft, wenn sie sagen kann, wir schaffen es, Menschen freiwillig für soziales Engagement zu gewinnen.“ Heute, am 1. Juli, wird nach über 50 Jahren Wehrpflicht diese offiziell beendet. Als Ersatz wurde ein freiwilliger Wehr- und Zivildienst eingeführt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums beginnen heute die ersten 3400 Freiwilligen ihren knapp zwei Jahre dauernden Dienst bei der Bundeswehr. Rund 3000 Freiwillige haben sich bis heute für den freiwilligen Zivildienst gemeldet. Geplant ist, die Zahl der freiwilligen Bundeswehrsoldaten auf 15.000 und die Zahl der Zivildienstleistenden auf 35.000 zu erhöhen.

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