Ermittlung gegen die Vatikanbank

Gotti Tedschi ist der Chef der Vatikanbank (IOR). Die italienische Nachrichtenagentur ANSA gab jetzt bekannt, dass die Staatsanwaltschaft in Rom gegen ihn und einen weiteren Bankmanager wegen Verstoßes gegen das Geldwäschegesetz ermittelt. 23 Millionen Euro sollen laut ANSA von den Behörden beschlagnahmt worden sein. Tedeschie wird beschuldigt, bei verschiedenen finanziellen Transaktionen die tatsächlichen Namen der Auftraggeber verschwiegen und sich somit der bewussten Geldwäsche schuldig gemacht zu haben. Außerdem wurde in dem Zusammenhang berichtet, dass die Vatikanbank unter einem Pseudonym Konten bei anderen Banken verwaltet, über die allein in den vergangenen zwei Jahren 180 Millionen Euro flossen. Normalerweise werden alle Gelder der katholischen Verbände auf der Vatikanbank verwaltet, die sich selbst „Institut für Religiöse Werke“ nennt. In einer ersten Erklärung zeigt sich der Vatikan „erstaunt“ über die Anschuldigung und versichert, einen; „klaren Willen zu völliger Transparenz der Finanztransaktionen des IOR“. Allerdings haben bereits frühere Ermittlungsverfahren gegen Mitarbeiter der Kirche in anderen Bereichen gezeigt, dass eine solche Transparenz seitens des Vatikan in der Regel erst erzwungen werden muss.

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