Fast eine Milliarde Menschen hungern

Seit Montag tagt der Welternährungsgipfel in Rom. Parallel wurde der Welthunger-Index 2010 vorgestellt – mit alamierenden Ergebnissen.

Wenn Sie sich für diesen Artikel zwei Minuten Zeit nehmen, sind in der Zeit weltweit acht Kinder an Hunger gestorben. 925 Millionen Menschen in 29 Ländern sind von Hunger betroffen. Vor allem in Afrika und in Südasien leiden die meisten Menschen an Hunger.

Für den Index wurden von dem International Food Policy Research Institute (IFPRI), der Hilfsorganisation Concern Worldwide und der Welthungerhilfe Daten aus 122 Ländern ausgewertet. Hierin wurden die Anteile aus unterernährten Menschen, der Zahl untergewichtiger Kinder und der Kindersterblichkeit verglichen.

Ein Kontinent, der mit Rohstoffen üppig ausgestattet ist und die ganze Welt damit beliefert, sollte einer der reichsten Kontinente sein. Aber gerade in Afrika ist die Situation, vor allem im Kongo, in Burundi, Eritrea und im Tschad am schlimmsten. Außerhalb von Afrika ist es besonders Indien, in dem das Hungerleiden sehr groß ist. In Ländern, in denen Bürgerkriege und korrupte Staatsmänner regieren, geht es den Menschen schlecht. Aber auch fehlende Bildungschancen und der soziale Status der Frauen in den besagten Ländern sind Faktoren, die zu Hunger führen.

Das schlimme daran – besonders Kinder leiden unter der Situation. Viele kommen bereits unterernährt zur Welt. Alle 15 Sekunden stirbt ein Kind auf der Welt an den Folgen von Hunger, 2,2 Millionen jährlich!

Entwicklungsprogramme können helfen. Das diese auch funktionieren, zeigen die Beispiele aus Vietnam, Nicaragua und der Karibik. Hier werden die landwirtschaftliche Entwicklung und die Bildungschancen der Menschen gefördert.

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