Frankreich schiebt Roma ab

Frankreich hat mit der stark umstrittenen Abschiebung von Roma nach Bulgarien und Rumänien begonnen. Mehrere Gruppen und Familien werden seit Beginn der Woche täglich ausgeflogen. Dabei betont Präsident Sarkozy, dass Alle freiwillig das Land verlassen würden außer, die als illegal registrierten und in Gewahrsam genommenen Einwanderer. Um die weltweite Kritik ein wenig abzuschwächen, zahlt die französische Regierung allen Heimkehrern eine finanzielle Hilfe in Höhe von 300 Euro pro Erwachsenen und 100 Euro für jedes Kind. Da sich die derzeit laufende Massenabschiebung allerdings auf die Roma beschränken, ist der Rassismusvorwurf nicht unbegründ et. Der UN-Ausschuss gegen Rassendiskriminierung reagierte deshalb auch sehr kritisch, auf das Vorgehen der französischen Regierung und warnte diese; „das Recht auf unbehinderte Reise und freien Aufenthalt von EU-Bürgern zu respektieren“. Bereits im vergangenen Jahr hatte Frankreich 10.000 Roma nach Bulgarien und Rumänien ausgewiesen, von denen aber mehr als zwei Drittel zurück kehrten. Jetzt soll durch die Einführung eines biometrischen Kontrollsystems die erneute Einreise erschwert werden. Aber auch Rumänien und Bulgarien sind jetzt in der Pflicht, den ausgebürgerten Roma die Chance auf einen neuen Anfang zu gewähren. Gerade für die in Frankreich aufgewachsenen Kinder wird es schwer, sich in einem für sie völlig fremden Land zurecht zu finden.

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