Bildungscard – Chance oder Bevormundung?

Ob die von Ministerin von der Leyen vorgeschlagene Bildungscard eine Chance, oder eine Bevormundung darstellt, darüber wird heftig gestritten. Einerseits wird sie als „Hartz4 – Plakette“ für Kinder, die eine Stigmatisierung darstellt bezeichnet. Andere wiederum sehen es als Möglichkeit, Geld gezielt so einzusetzen, dass es auch wirklich da ankommt, wofür es geplant wird. Wenn sich die Idee durchsetzen sollte, dann bekommen Kinder, deren Eltern Hartz4 beziehen, zukünftig eine Scheckkarte mit Guthaben, dass für Nachhilfeunterricht, Vereine, Musikstunden, oder Ähnliches genutzt werden kann. Dadurch wird verhindert, dass Eltern das Geld zweckentfremdet ausgeben können. Zeitgleich kommt die Regierung damit der Forderung des Bundesverfassungsgerichtes nach, die Sätze für Kinder neu zu berechnen und ggf. zu erhöhen. Natürlich ist es eine Bevormundung der Eltern. Aber sie geschieht durchaus im Interesse der Kinder, die damit die Möglichkeit erhalten, unabhängig vom eventuell nicht vorhandenen Engagement ihrer Eltern, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und sich weiter zu bilden. Überlegenswert wäre es, diese Möglichkeit für alle Kinder zu schaffen. Erstens nutzen auch nicht von Hartz4 abhängige Eltern, nicht automatisch ihr höheres Einkommen für die Weiterentwicklung ihrer Kinder. Zweitens würde sich damit das Problem der Stigmatisierung erledigen. Auf jeden Fall ist es eine Idee, die vom Staat weiter verfolgt werden sollte.

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