Griechenland riskiert Tourismus-Einnahmen

Direkt zur Hauptreisesaison der Touristen streiken seit einigen Tagen die Lastkraftwagenfahrer in Griechenland. Betroffen sind hiervon vor allem die Tankstellen. Kaum eine Tankstelle kann noch Benzin oder Diesel verkaufen. Aber mittlerweile sind sogar die Lebensmittel knapp geworden. In dem Urlaubsland hat sich die Lage aber vor allem wegen dem Sprit zugespitzt. Hunderte Urlauber mussten ihre Mietautos stehen lassen. Zehntausende mussten nach Angaben von Tourismusverbänden in Hotels und auf Campingplätzen ausharren, weil die Tankstellen keinen Sprit mehr hatten. Sogar die Tankwagenbesitzer blockierten mit ihren Wagen die Einfahrt zu einer Erdölraffinerie, um die Benzinlieferungen zu verhindern.

Warum das ganze? Und warum greift die Regierung nicht ein? Mit der Tourismusbranche kann sich ein hoch verschuldetes Land, wie Griechenland über Wasser halten. Dies sieht Griechenland zumindest nun ein. Um die Tankstellen wieder mit Benzin und Diesel zu versorgen soll nun das Militär und die Marine eingesetzt werden. Dies beschlossen die zuständigen Minister am Freitag bei einer Sitzung in Athen, wie Transportminister Dimitris Reppas mitteilte. Um die Versorgung zu gewährleisten soll in Kürze ein Notfallplan erstellt werden. Kurz vor der Entscheidung zur Militärhilfe hatte es in der Hafenstadt Thessaloniki Ausschreitungen zwischen den Kraftfahrern und der Polizei. Hierbei gab es nach Medienberichten zwei Verletzte. Doch warum streiken die Fahrer schon seit Montag. Sie protestieren gegen einen Gesetzesentwurf, wonach jeder Besitzer eines Lkw-Führerscheins als Lastwagenfahrer arbeiten darf. Auch die vorhandenen Lizensen, die je nach größe des Lastwagens bis zu 300.000 Euro kosten, sollen in den kommenden drei Jahren abgeschafft werden. Doch ein Ende des Streiks in nach wie vor nicht in Sicht. Die Regierung weigert sich, trotz der anhaltenden Proteste: „Wir werden das Gesetz durchsetzen“, sagte ein Sprecher im Radio. Auch Handelskammern, Hotelierverbände und andere Gewerkschaften riefen die Fahrer auf, ihre Arbeit wieder aufzunehmen. Reiseveranstalter riefen die Regierung auf, sofort eine Lösung zu finden, andernfalls werde der Tourismus zusammenbrechen. So sehen das auch die meisten Touristen. Viele wollen erst gar nicht mehr nach dem Bekanntwerden mit LastMinute nach Griechenland reisen und entscheiden sich noch kurzfristig um. Doch auch in Griechenland mussten schon einige kleinere Unternehmen ihre Arbeit einstellen und kleinere Fähren mussten im Hafen bleiben, alles nur, weil die Fahrer streiken. Griechenland riskiert somit auch noch mehr Arbeitslose. Kommt das Land nun wieder auf die Beine oder wird Griechenland „verkauft„, wenn sie so weitermachen.

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