Griechische Regierung lässt sich nicht von den Sparmaßnahmen abbringen

Athen muss sein derzeitiges Haushaltsdefizit von 14 Prozent bis zum Jahr 2014 auf 2,6 Prozent verringer. Dazu werden von Griechenland einige Sparmaßnahmen nötig. Zwei Drittel des Sparprogramms beziehen sich auf Streichungen, ein Drittel auf Mehreinnahmen durch höhere Steuern, neue Reformen und die Privatisierung von Staatsfirmen. Alle Sparmaßnahmen müssen nun bis Ende Juni ins Gesetz eingearbeitet werden.

Am härtesten treffen die Kürzungen die Beamten. Fast ein viertel aller griechischen Arbeitnehmer (rund eine Million), die in ungefähr 13.000 Staatsunternehmen arbeiten sind betroffen. Bisher gab es für diese Arbeitnehmer und Beamten viele Zulagen und ein 13. und 14. Gehalt in Form von Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Die Zulagen werden nun um weitere acht Prozent gekürzt, nachdem sie Anfang des Jahres bereits schon um dreißig Prozent gekürzt wurden. Das bereits um ein fünftel gekürzte Urlaubs- und Weihnachtsgeld wird jetzt nur noch pauschal bezahlt. Insgesamt erhält jeder nur noch 1.000 Euro Urlaubs- und Weihnachtsgeld, egal wie hoch das regelmäßige Gehalt ist. Und zu alledem wird es die kommenden drei Jahre keine Gehaltserhöhungen mehr geben. Das bewegte viele zu Protestaktionen gegen die griechisch Regierung.

Doch dies ist nur der Anfang, Griechenland müsse sich Gedanken machen, die Zahl der Staatsdiener ab 2011 deutlich zu verringern. Die zahlreichen Zeitverträge würden nun nicht mehr verlängert werden.

Auch an den Renten werden Sparmaßnahmen vollzogen. Hier wird auch die 13. und 14. Rente pauschalisiert auf insgesamt 800 Euro. Außerdem müsse man nun 40 Jahre, statt bisher nur 37 Jahre zu arbeiten. Das generelle Rentenalter beginnt nun erst mit dem 65. Lebensjahr.

Viele Deutsche denken sich jetzt zu Recht, denen geht es ja immer noch besser als uns. Doch sind Änderungen immer schwierig, vor allem wenn an sovielen Schrauben gedreht wird. Denkt man bei uns mal an die letzte Mehrwertsteuererhöhung, dann war dies für viel ein Schock. Nun sollte man auch den Griechen die Zeit geben, die sie benötigen.

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