Innenminister Friedrichs weiter in der Kritik

Nach seiner ungefragten Kritik am Versuch des Bundespräsidenten Wulff, muslimische Deutsche besser ins Land zu integrieren und seiner Aussage, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, hat der neue Innenminister Hans-Peter Friedrich seine Gesprächsbereitschaft betont. Er möchte: „den Dialog mit den muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern in unserem Land voranbringen … Erfolgreiche Integration setzt beides voraus: Wissen um die gesellschaftliche Realität in Deutschland – zu der rund vier Millionen Muslime gehören – und ein klares Bewusstsein für die christlich-abendländische Herkunft unserer Kultur“. Welchen Sinn und Nutzen für unsere heutige Gesellschaft dieses „klare Bewusstsein für die ….Herkunft…“ haben soll, dazu sagt weder Friedrichs, noch einer seiner Befürworter etwas. Die Debatte um seine diesbezügliche Aussage ist damit jedenfalls nicht beendet. CDU-Außenpolitiker Ruprecht Polenz kritisierte die Äußerung des neuen Ministers scharf, da es die Aufgabe des Bundesinnenministerium ist, alle Deutschen so anzusprechen, dass sie sich als zugehörig zum Land empfinden: „Es passt nicht, wenn man sagt, eine Weltreligion gehöre nicht zu Deutschland“, warf Polenz in einem Interview Friedrich vor. Auch der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland beanstandete die Rede Friedrichs: „Mit seinen Äußerungen wird der neue Bundesinnenminister seiner eigenen Forderung, dass man Dinge zusammenführt und nicht auseinander treibt und nicht polarisiert, nicht gerecht“.

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