Kinder-Betreuungsgeld auch für Hausfrauen

Das Kinder-Betreuungsgeld wird nun auch für Hausfrauen ausgezahlt, die ihre Kinder nicht in eine staatlich unterstützte Kita oder Krippe geben. Kanzlerin Merkel erklärt, dass dies bereits mit dem damaligen CSU-Chef Edmund Stoiber abgesprochen war und Teil der Milliarden-Zusage für den Krippenplatz-Ausbau ist. Damit sollten auch jene Familien vom Betreuungsgeld partizipieren, bei denen die Großeltern die Kinderbetreuung übernehmen. Der tatsächliche Grund für die Ausweitung des Betreuungsgeldes dürfte in der Sorge vor einer Klagewelle gegen die Stadt- und Gemeinderäte liegen, da sich schon jetzt abzeichnet, dass die für 2013 zugesicherte Zahl an Betreuungsplätzen nicht eingehalten werden kann. So haben aktuell beispielsweise Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen gerade einmal die Hälfte der notwendigen Betreuungsplätze zur Verfügung. Dagegen geht in den neuen Bundesländern die Mehrzahl der Kinder in eine Kindergrippe, oder einen Kindergarten. Nach Meinung des Deutschen Kinderschutzbundes wird vielen Eltern in den alten Bundesländern „nichts anderes übrig bleiben, als das …. beschlossene Betreuungsgeld anzunehmen“, da die bisherigen Anstrengungen für den Ausbau der Kita-Plätze einfach nicht ausreichend sind, um den wachsenden Bedarf an Betreuungsplätzen zu decken. Als Ersatz sollen Eltern die ihre Kinder zu Hause betreuen 100 Euro pro Monat im 2. und 150 Euro pro Monat im 3. Lebensjahr erhalten.

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