Leutheusser-Schnarrenberger für gleichgestellte Lebenspartnerschaft

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat sich jetzt öffentlich für eine Gleichstellung der Homo-Ehe ausgesprochen. In einem Interview erklärte sie sie sei „zuversichtlich, dass nicht zehn Jahre verstreichen“, ehe die noch bestehenden Ungleichheiten abgeschafft würden. Derzeit haben Lebenspartner zwar ähnliche Erb- und Unterhaltsrechte wie verheiratete Paare, aber im Bereich der Steuerberechnung und Adoption werden Lebenspartner noch immer als Single bewertet. Leutheusser-Schnarrenberger: „Es bedarf weiterhin intensiver Überzeugungsarbeit, damit schwule und lesbische Paare der Ehe vollständig gleichgestellt werden. Dazu brauchen wir nachhaltiges Engagement auf allen politischen und gesellschaftlichen Ebenen.“ Auch der SPD-Politiker und Beauftragte der SPD-Bundestagsfraktion für Lesben und Schwule, Johannes Kahrs forderte, dass die bereits im Koalitionsvertrag von FDP und CDU vereinbarte steuerliche Gleichberechtigung homosexueller Paare endlich auch umgesetzt werde. Kahrs: „Wir wollen die Gleichberechtigung haben. Man nimmt ja von der Ehe nichts weg, wenn man andere gleich behandeln will. Man verstößt auch nicht gegen das Grundgesetz.“ Vernünftig wäre es, so der Politiker, die Lebenspartnerschaft der Ehe rechtlich komplett anzupassen. Kahrs: „Dann müsste man nicht alle Gesetze ändern. Dann hätte sich die Sache erledigt.“

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