Rösler äußert sich zur Organspende in Deutschland

Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler hat sich in einem Interview mit der „Bild am Sonntag“ zu den bisherigen gesetzlichen Bestimmungen zur Organspende geäußert. Dabei gibt es für ihn eigentlich nicht viel zum Thema zu sagen, denn er hat offensichtlich nicht die Absicht, etwas an der derzeitigen Verlordnung zu ändern. Rösler: „In dieser Frage gibt es aus meiner Sicht nur einen Weg: Sie müssen die Menschen überzeugen. … das die Bereitschaft zur Organspende nicht gesetzlich verordnet werden kann und darf. In dieser Frage gibt es aus meiner Sicht nur einen Weg: Sie müssen die Menschen überzeugen. Man könnte die Attraktivität der Organspende erhöhen, indem Menschen, die einen Spenderausweis haben, selbst bevorzugt ein Organ erhalten können.“ Das aktuelle Ergebnis dieser Politik ist allerdings, dass heute 12.000 Menschen auf eine Transplantation warten, für die nur 4700 mögliche Organe zur Verfügung stehen. Der Grund dafür ist die Tatache, dass sich die meisten Menschen nicht gern mit der Möglichkeit eines vorzeitigen Todes beschäftigen und wohl auch eine Art Aberglaube darüber herrscht, dass sie bei der Mitführung eines Spendenausweises nicht optimal ärztlich versorgt würden. Dabei hat sich die Widerspruchslösung bei der jeder Bürger automatisch Spender ist, so lange er dem nicht explizit widerspricht, in mehreren Ländern bewährt. Aber trotz seines Medizinstudiums und den dabei erfahrenen Problemen die sich aus unserer Rechtslage ergeben, ist Gesundheitsminister Rösler nicht bereit, eine Veränderung vorzuschlagen: „Ich halte nichts von Zwang. Damit entkräftet man Vorbehalte nicht, sondern baut emotionale Hürden auf. Die Überzeugung, anderen zu helfen, ist der stärkste Beweggrund für die Organspende. Das kann nur freiwillig geschehen. Deutschland hat sich nach langen Diskussionen gegen diese sogenannte Widerspruchslösung entschieden. Es besteht auch kein direkter Zusammenhang zwischen der rechtlichen Grundlage und der Zahl der Spenden. In Österreich gilt ein ähnliches Prinzip wie in Spanien und dort ist die Zahl der Spender geringer als in Mecklenburg-Vorpommern.“ Das ist allerdings Augenwischerei, denn in Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der Spendenwilligen doppelt so hoch, wie im gesamten deutschen Landesdurchschnitt. Außerdem funktioniert diese Regelung in Ländern wie Spanien sehr gut. Wenn jeder Mensch ein potentieller Spender ist, gibt es keine Engpässe mehr, die ja auch jeden Menschen treffen können, wodurch auch die Angst nicht ausreichend medizinisch versorgt zu werden schwindet.

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