Streit um Rentenpolitik in der Regierung

Erneut droht Streit über die Rentenpolitik in der Regierungskoalition, nachdem Bayerns Sozialministerin, Christina Haderthauer (CSU), gegenüber der Zeitung „Die Welt“ forderte, niedrige Renten zur Vermeidung von Altersarmut zu erhöhen. Geringverdiener sollten Steuerfinanzierte Zuschläge auf ihre Rente bekommen.Damit stellt sie sich gegen Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), die eine solche Sockelrente ablehnt. Nach Haderthauer sollten von einer solchen Aufstockung vor allem Diejenigen profitieren, deren Rente trotz Jahrzehntelanger Arbeit nur die Höhe des Mindesteinkommen erreicht. Auch eine Besserstellung von Familien verlangt Frau Haderthauer, da gerade Mütter oft keine ausreichende Altersvorsorge mehr haben. Das Bundesarbeitsministerium hatte bereits in der Vergangenheit eine solche Rentenberechnung abgelehnt, da sie nur teilweise gegen Altersarmut hilfreich sei und mit „Mitnahmeeffekten“ verbunden wäre. Von der Leyen will noch in dieser Woche ein eigenes Konzept für eine Rentenreform vorstellen.

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