Tausende demonstrierten gegen Papst-Besuch

Mehrere tausend Menschen protestierten am Donnerstag gegen den Papst-Besuch. Vor allem die Einladung des Papstes im Bundestag reden zu dürfen, empörte viele Menschen Deutschlandweit. Am Potsdamer Platz trafen sich die Demonstranten zu einer Kundgebung, bei der Transparente mit Sprüchen wie „Keine Macht den Dogmen“ und „Pope, go home“ getragen wurden. Auch auf die in den vergangenen zwei Jahren aufgedeckten und durch die Kirche vertuschten Missbrauchsfälle, wiesen etliche der mitgeführten Plakate hin. „Die katholische Kirche ist eine teuflische Organisation, die mein Leben in der Jugend stark eingeschränkt hat“, erklärte der Berliner Lutz Meyer, den Grund seines Protestes gegen den Besuch des Kirchenoberhaupts. „Ein Anti-Demokrat hat nichts vor dem Parlament verloren“, beschwerte sich ein anderer Demonstrant über die Redeeinladung an den Papst. Von den meisten in Berlin protestierenden Papst-Gegnern wird die katholische Kirche als unmenschlich und antidemokratisch empfunden. Zu starr und eingeschränkt reagieren die Kirchenvertreter, auch auf die Forderung ihrer Gläubigen, nach mehr Mitspracherecht, Transparenz und Offenheit gegenüber Andersdenkenden. Die sich häufenden Demonstrationen gegen die Politik des Vatikan, die auch schon in Spanien den Besuch des Papstes überschatteten zeigen, dass die Zeit in der die Kirche eine gemeinschaftsstiftende Rolle spielte, wohl endgültig passe‘ ist. „Gottlos glücklich“, war dann auch auf etlichen T-Shirts der Berliner an diesem Tag zu lesen.

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