Toyota: Hybrid-Autos auf dem Vormarsch

Toyota baut seine Hybridtechnologie in den kommenden Jahren deutlich aus. Andere Fahrzeughersteller setzen ihre Prioritäten dagegen in Elektroautos. Nach eigenen Angaben des japanischen Autoherstellers will Toyota bis Ende 2012 elf neue Fahrzeuge mit Hybridantrieb einführen, also Autos, die gleichzeitig mit Benzin und Strom betrieben werden. Toyotas Konzernchef Akio Toyoda ist sehr stolz auf die Technologie. Seiner Meinung nach ist die Zukunft des reinen Elektroautos als noch sehr ungewiss anzusehen. Man kann heute noch nicht wissen, wie sich der Markt entwickelt. Hauptproblem sind nach wie vor, die Ladesysteme.

Hauptkonkurrent Nissan möchte noch in diesem Jahr sein Elektroauto Leaf in Japan und in den USA auf den Markt bringen. Anfang Januar sogar in einige europäische Länder. Auch Opel plant eine Einführung bis spätestens 2012. Toyota selbst plant die Einführung von zwei Elektroautos. Darunter auch eine strombetriebene Version des Kleinwagens iQ.

Auch wenn das erste Serienmäßige Hybridfahrzeug noch nicht so lange existiert, gibt es die Technologie schon sehr lange. Ferdinand Porsche meldete bereits 1896 ein Patent für elektrische Radnabenmotoren an und baute 1900 mit dem Wiener Fahrzeugbauer Ludwig Lohner den „Mixte“-Hybridantrieb, einen benzinmotorangetriebenen Generator, welcher Strom für den Akku liefert. Die Radnabenmotoren ersparen Getriebe und Kraftübertragung. Der Lohner-Porsche war die Sensation auf der Weltausstellung in Paris. 1899 wurde das erste Automobil mit Hybridantrieb unter dem Namen La Cuadra in Barcelona gebaut. Dieses gab es sowohl mit Elektromotor als auch mit einem zusätzlichen 5-PS-Verbrennungsmotor, der einen Generator für die Akkus antrieb. Der Porsche bestand aus einem 16 PS starken Benzinmotor, gekoppelt mit einem Generator. Durch den vom Generator erzeugten Strom wurden die Batterien aufgeladen. Die Batterien wurden zum Antrieb der Räder benötigt.

Danach folgte in der Technologie eine Pause bis sie im Jahre 1969 von General Motors wieder aufgegriffen wurde. 1973 entwickelte Mazda mit Ihrem Prototyp EX 005 die Hybridtechnologie weiter. Der erste deutsche Autohersteller war Audi im Jahre 1986. Auch Volkswagen und BMW hatten in den kommenden Jahren Fahrzeuge mit Hybridtechnologie. Der 518i Hybrid brachte es sogar auf erstaunliche 182 km/h. Doch das waren immer nur alles kleinere Experimente.

Das erste Serienfahrzeug in Hybrid war von Toyota. Im Jahre 1997 wurde der Toyota Prius offiziell als Serienfahrzeug vorgestellt. Er vereint einen 33 KW Elektromotor sowie einen 53 KW Ottomotor und ist seit einiger Zeit auch auf dem deutschen Markt erhältlich. Er zählt (gerade auch in den USA) zu den beliebtesten Hybrid-Autos. Grund genug für Toyota diese Technik weiter zu entwickeln und noch mehr Fahrzeuge auf den Markt zu bringen. Schärfster Konkurrent von Toyota Prius ist der Honda Civic Hybrid, der ebenfalls unter 50.000 Euro zu haben ist.

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