Über 100.000 Menschen bei Ostermärschen

Mehr als 100.000 Menschen haben in diesem Jahr, am traditionellen Ostermarsch gegen Krieg und für den Ausstieg aus der Kernenergie demonstriert. Zu Kundegebungen, die aus Anlass des 25. Jahrestags des großen Reaktorunglücks von Tschernobyl stattfanden, kamen am Ostermontag insgesamt mehr als 120.000 Menschen. Sie gedachten ebenso der Opfer von Tschernobyl, wie der Opfer des schweren Erdbebens in Japan, bei dem vermutlich über 25.000 Menschen ums Leben kamen. Vor allem bei den Demonstrationen in Gundremmingen, Krümmel, Biblis und Grohnde wurde dabei die sofortige Abschaltung der Atomkraftwerke und die Umstellung auf erneuerbare Energien gefordert. Dirk Seifert von der Umweltschutzorganisation Robin Wood erklärt; „Nach Fukushima kann die Bundesregierung die atomaren Gefahren nicht mehr ignorieren. Atomenergie ist nichts anderes als eine Brücke in die Katastrophe.“ Die durch das Erdbeben in Japan ausgelöste Beschädigung der Reaktoren in Fukushima und die dort austretende radioaktive Strahlung, hat die Menschen in Deutschland wieder für das Thema Kernenergie sensibilisiert. So mussten in Biblis, Phillippsburg und Salzgitter die Innenstädte geschlossen werden, da sich tausende Demonstranten aus der Umgebung trafen, um vor allem gegen die Kernenergienutzung und für einen sicheren Umgang mit Radioaktivität zu einzutreten.

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