Unternehmen stöhnen: Import von Rohstoffen stagniert

Über eine „dramatische“ Lücke bei der Versorgung mit Rohstoffen klagen immer häufiger deutsche Industrieunternehmen. Zur Eröffnung des BDI-Rohstoff-Kongresses in Berlin warnt Hans-Peter Keitel, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie: „Die Lage hat sich verschlechtert, die Existenz einiger Unternehmen ist gefährdet“. Deshalb bestünde die Gefahr, dass: „unsere produzierenden Industrien dorthin gehen, wo es die Rohstoffe vor Ort gibt“. Bundeswirtschaftsminister Brüderle, kann die Klagen nicht nachvollziehen. Seiner Meinung nach ist es die Aufgabe der Wirtschaft, sich den Zugang zu ausreichend Rohstoffen für ihre Produktion zu sichern. Trotzdem bietet er den Unternehmen politische Unterstützung an. „Mehr Schlagkraft haben wir mit einem gemeinsamen internationalen Auftritt“, sagte Brüderle bei seiner Rede auf dem Kongress. Am sinnvollsten wäre es, „wenn wir uns bei der WTO auf Regeln verständigen könnten, um ein Mindestmaß an Wettbewerb auf den weltweiten Rohstoffmärkten zu sichern“.

Problematisch ist, dass ehemals günstige Rohstofflieferanten, die wie China inzwischen selbst einen erhöhten Bedarf an diesen Rohstoffen haben, ihren Export gedrosselt und verteuert haben. Besonders kritische ist die Versorgung mit Rohstoffen, die für Hightech-Produkte benötigt werden, wie beispielsweise: Antimon, Beryllium, Kobalt, Fluorit, Gallium, Germanium, Graphit, Indium, Magnesium, Niobium oder Platin. Diese werden unter anderem für die Herstellung von Solaranlagen, Mobiltelefonen, Flachbildschirmen, Laser uvm. benötigt. Ein anhaltender Lieferengpass würde nicht nur die einzelnen Unternehmen schädigen, sondern auch den deutschen Export gefährden.

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