Waldbrände in Russland könnten radioaktiven Müll freilegen

Die aktuell verheerende Serie von Großbränden in Russland, könnte sich bald zu einem wesentlich schlimmeren Problem ausweiten, als es das schon bisher ist. Das russische Katastrophenschutzministerium hat jetzt davor gewarnt, dass die vielen unkontrollierbaren Feuer auch radioaktiv verseuchten Boden aufwirbeln und diese durch Winde über weite Teile des Landes getragen werden könnten. Bereits jetzt leiden Menschen an den Folgen der teils giftigen Abgase, die durch die massenhafte Verbrennung eines großen Teils der russischen Waldbestände entstehen. Das Gebiet Brjansk, vierhundert Kilometer südlich der Hauptstadt, steht aktuell unter besonderer Beobachtung. Es befindet sich in der Nähe der weißrussischen und ukrainischen Grenzen, einem Gebiet, dass durch den schweren Atomreaktorunfall von Tschernobyl radioaktiv verstrahlt ist. Minister Sergej Schoigu befürchtet,: „Wenn da ein Brand ausbricht, werden nicht nur die üblichen Schadstoffe freigesetzt, sondern auch diese radioaktiven Partikel. Es kann eine neue Strahlenzone entstehen.“ Russland hofft jetzt auf eine Entspannung der Lage durch eine Senkung der Temperatur. Doch bisher sprechen alle Wettervorhersagen dagegen. In den betroffenen Gebieten soll es weiterhin heiß und trocken bleiben. Wenigstens Moskau kann für eine Weile aufatmen. Am morgigen Samstag soll es dort anhaltenden Regen geben, der vorübergehend den Smog auflösen wird. Leider wird er schon am nächsten Tag wieder durch starke Hitze abgelöst.

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