Wikileaks schlägt zurück

Das Visa und Mastercard den Zahlungsverkehr für Wikileaks gesperrt haben, ist ihnen nicht gut bekommen. Die Enthüllungsplattform veröffentlichte erste Dokumente über beide Firmen. Demzufolge haben beide Zahlungsanbieter versucht, über die russische Botschaft Einfluss auf die Gesetzgebung Russlands zu nehmen, indem sie die Politiker drängten, das von Russland geplante nationale Kreditkartensystem so anzupassen, dass beide Firmen davon profitieren. Dazu gehörte unter anderem die Freigabe von Daten ihrer Kunden über die Landesgrenze, da die Kreditkartenfirmen sonst eine teure zweite Infrastruktur in Russland hätte aufbauen müssen. Auch wenn das nichts ungewöhnliches ist, die russische Regierung war verärgert über die versuchte Beeinflussung. „Wir empfehlen, dass führende Vertreter der US-Regierung künftige Treffen mit ihren russischen Gesprächspartnern – auch auf Ebene der Präsidenten – nutzen, um Druck auf die russische Regierung auszuüben, damit diese den Gesetzentwurf dahingehend ändert, dass US-Kreditkartenfirmen nicht benachteiligt werden.“ Die von Wikileaks dazu veröffentlichten Papiere beinhalten keine strafbaren Handlungen, allerdings zeigen sie, dass trotz aller Lippenbekenntnisse der geforderte Datenschutz den Kreditunternehmen völlig egal ist.

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