Ackermann glaubt nicht an die Schuldenbegleichung Griechenlands

Die Europäische Zentralbank stellt sich zwar bei der Gewährung von Krediten hinter Griechenland, doch Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann zweifelt an der Rückzahlung der gewährten Kredite. Er mahnte: „Ob Griechenland über die Zeit wirklich in der Lage ist, diese Leistungskraft aufzubringen, das wage ich zu bezweifeln.“ Diese Aussage von Ackermann wird am Donnerstag um 22:45 Uhr im ZDF bei „Maybrit Illner“ ausgestrahlt. Aber Ackermann sieht es auch für Richtig an, Griechenland unter die Arme zu greifen. Seiner Ansicht nach, könnte die Staatspleite zu „einer Art Kernschmelze“ führen. Schuldenberge haben sich nicht nur in Griechenland, sondern auch in Spanien, Portugal und Italien angesammelt. Die EZB erklärte in Ihrem Monatsbericht: „Die Maßnahmen sind so ausgestaltet, dass sie keine Auswirkungen auf den geldpolitischen Kurs haben.“ Mit dieser Aussage zielt man auf die Spekulanten ab, denn mit dem Kauf von Staatsanleihen maroder Eurostaaten unterstützt die Notenbank die Milliardenprogramme der Politik im Kampf gegen den drohenden Zerfall der Eurozone. Ebenso mahnte die EZB in ihrem Bericht alle Staaten zum Sparen. „Je länger die Haushaltskorrektur aufgeschoben wird, desto größer werden der erforderliche Anpassungsbedarf sowie das Risiko von Reputations- und Vertrauensverlusten sein.“ Von den griechischen Behörden wird verlangt, dass sie gegebenenfalls noch weitere Sparmaßnahmen ergreifen, um das Land wieder zu „entschulden“.

Aber eine Inflation soll nicht weiter angeheizt werden. Die EZB versichert, dass die über die Sondermaßnahmen bereitgestellte Liquidität wieder abgeschöpft wird.

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