Die Wehrpflicht ist Geschichte

Die Debatte um die Aussetzung der Wehrpflicht in Deutschland hat nach Monaten ein Ende gefunden. Die jetzt beschlossene neue Regelung, die am 1. Juli in Kraft treten wird, beinhaltet die Einführung eines freiwilligen Wehrdienstes und die Schaffung eines Ersatzes, für den bisherigen Zivildienst. Verteidigungsminister Thomas de Maiziere hält den freiwilligen Wehrdienst aus Gründen der „Wehrgerechtigkeit“ für notwendig. Die Abschaffung der Wehrpflicht ist Teil der Bundeswehrreform, die außerdem eine Reduzierung der Truppenstärke auf 185.000 Soldaten vorsieht. De Maiziere: „Niemand kann sicher sagen, wie viele Freiwillige am 1. Juli zu uns kommen“. Deshalb plädiert er dafür ein gesellschaftliches Umfeld zu ermöglichen, in dem auch Wehrsoldaten Anerkennung erfahren. Für den freiwilligen Wehrdienst sollen vorerst 15.000 Stellen eingerichtet werden. Die jeweilige Dauer kann zwischen 12 und 23 Monaten gewählt werden. In den vergangenen Monaten hatte es heftige Debatten darüber gegeben, dass vor allem Menschen aus ärmeren Schichten angeworben werden sollen. Dies versucht der neue Verteidigungsminister gerade zu rücken. De Maiziere hofft, dass nicht allein der Sold Grund für einen Wehrsoldaten sein wird. Desweiteren sollen 35.000 Stellen jährlich für den Freiwilligendienst eingerichtet werden, als Ersatz für den Zivildienst. Im Gegensatz zu früher, soll dieser Freiwilligendienst allen Altersgruppen offen stehen und zwischen sechs und achtzehn Monaten dauern. Eingesetzt werden die Freiwilligen „Zivis“ dann zum Beispiel im Zivil- und Katastrophenschutz, im ökologischen, oder dem kulturellen Bereich. Unabhängig davon sollen die bereits bestehenden Möglichkeiten des Freiwilligen sozialen, oder ökoligischen Jahres, bestehen bleiben.

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