Frist für Walter Mixa gesetzt

Offiziell ist man im Bistum Augsburg „wütend“ auf den Ex-Bischof Walter Mixa. Er war vor einer Woche unangemeldet in seine Wohnung im Bischofshaus zurückgekehrt. Wirklich überrascht haben dürfte es seine ehemaligen Kollegen allerdings nicht. Schließlich handelt es sich dabei noch immer um seinen angemeldeten und einzigen Wohnsitz. Da dieser aber an das Amt des Bischofs gebunden ist, von dem Walter Mixa ja inzwischen entbunden wurde, hat die Diözese ihn jetzt eine Frist für seinen Auszug gesetzt. Eigentlich alles ein normaler Ablauf, aber Normalität herrscht in Augsburg noch lange nicht. Zu tief sitzt der Schock, über die Anschuldigungen die gegen Mixa erhoben wurden und die bisher ungewohnt harte Reaktion der Öffentlichkeit darauf. Weshalb auch gleich nach Bekanntwerden der Wiederkehr Walter Mixas die „süddeutsche.de“ über die getroffenen Maßnahmen informiert wurde. So ist die „Wut“ auf Mixa wohl eher die Sorge vor einem erneuten Aufflammen der Empörung unter der Bevölkerung, die nicht nur ihm, sondern dem Ansehen der ganzen kirchlichen Gemeinde schadet. Allerdings ist es fraglich, ob solch verbale Kosmetik ausreichend ist, um das Vertrauen der Menschen zurück zu gewinnen.

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