Gipfel zu Biokraftstoff E10 geplant

Am kommenden Dienstag soll ein von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle einberufenes Treffen statt finden, in dem die fehlende Akzeptanz der Verbraucher bezüglich des neuen Biosprits E10 besprochen werden soll. Eine durch die Regierung eingeführten Norm legt fest, dass ein bestimmter Anteil an Benzin durch biologisch abbaubaren Biokraftstoff ersetzt werden soll. Gegner der Anordnung hatten in vorhergehenden Debatten unter anderem die Qualität des Biosprits bezweifelt, was sich jetzt durch eine Verunsicherung der Verbraucher bemerkbar macht, die lieber auf das teure Benzin „Super“ ausweichen. Das wiederum bestärkt die Lobby der Ölindustrie, die jetzt eine Streichung der Verordnung fordern. „Dieser klimapolitische Unsinn hilft der Umwelt nicht und bestraft den Bürger. E10 wieder abzuschaffen wäre die effektivste Klimapolitik für Mensch, Fahrzeug und Umwelt“, sagte der Vorsitzende der CSU-Gruppe im Europaparlament, Markus Ferber in einem „Bild“- Interview. Allerdings wird der neue Sprit erst seit Februar an einigen Tankstellen in Deutschland angeboten, so das es nicht verwunderlich ist, dass der große Boom bisher ausblieb. Die Aufregung über die als „Biotreibstoff-Chaos“ bezeichnete Einführung des Biokraftstoffs E10, ist eher ein weiterer erfolgreicher Versuch der Wirtschaft, die Regierung für ihre Interessen einzuspannen.

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