Irland nimmt Finanzhilfe der EU an

Irland hat nun doch um Finanzhilfen aus dem Internationalen Währungsfonds (IWF) der Europäischen Union gebeten. Der Zentralbankchef Patrick Hohohan hofft auf einen „sehr umfangreichen Kredit, [in Höhe von] dutzenden Milliarden“. Bisher hatte sich die Regierung in Dublin gegen einen solchen Kredit gesträubt, da sie um die Unabhängigkeit Irlands in Finanzfragen fürchten, da sehr harte Auflagen mit einem solchen Kredit verbunden sind. So hatte die erzwungene rigorose Sparpolitik der griechischen Regierung Massenproteste im Land ausgelöst, die teilweise in Gewalttätigkeiten umschlugen. Irland befürchtet außerdem zu Recht, dass es seine niedrigen Steuersätze erhöhen müsste, was ihrer aktuellen Politik widerspräche, sind diese doch dafür verantwortlich, dass sehr viele internationale Unternehmen in Irland investieren. Die Staatsschulden Irlands betragen derzeit rund 32 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Das ist in etwas das zehnfache von dem, was die Richtlinien der EU gestatten. Die schwierige Lage der Insel verursacht seit Monaten heftige Turbolenzen auf den europäischen Finanzmärkten.

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