Schäuble verteidigt Irland-Hilfen

Der Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat sich jetzt öffentlich zu der Milliardenhilfe für Irland geäußert. Die Regierung Irlands war durch die weltweite Finanzkrise zahlungsunfähig geworden und hatte die Europäische Union um einen Kredit ersucht. 85 Milliarden Euro werden für Irland aus dem EU-Rettungsfonds zur Verfügung gestellt. Schäuble verteidigte die umstrittene Maßnahme damit, dass „damit ein Übergreifen der Turbulenzen auf die Euro-Zone und auch auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland verhindert werden kann“. Dies sei nicht nur im europäischen, sondern auch im deutschen Interesse. Schäuble: „Ich hoffe, dass von der Lösung des irischen Problems ein beruhigender Effekt für die Euro-Zone als Ganzes ausgeht.“ Die Finanzminister der EU beschlossen außerdem, zukünftig auch private Gläubiger bei derartigen Rettungsmaßnahmen mit in die Pflicht zu nehmen. Die Regierung Irlands wird den größten Teil des Geldes in den Banksektor investieren, um diese wieder zu stärken. Auf die Notierung an der Börse hatte der angekündigte Kredit für Irland allerdings noch keinen positiven Einfluss. Der Eurokurs fiel an den wichtigsten europäischen Börsen in der vergangenen Woche um ein Prozent.

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