Zahl der Hochschulabsolventen inakzeptabel

Obwohl sich die Bundesregierung für 2010 vorgenommen hatte, zehn Prozent der Staatseinnahmen für die Bildung auszugeben, ist die finanzielle Situation an unseren Bildungseinrichtungen noch immer verheerend. Deutschland liegt im internationalen Vergleich bei der Zahl der Hochschulabsolventen weit hinten. Für ein Land, dass über keine anderen Ressourcen als Menschen und Wissen verfügt, eine gefährliche Entwicklung. Warum das so ist, dass zeigen die Vergleiche mit anderen Staaten allerdings auch. Deutschland gibt viel weniger für die Bildung und Ausbildung ihrer Bürger aus, als die meisten anderen Länder. Eine aktuelle OCED-Studie zufolge hat sich zwischen den Jahren 2000 und 2008 zwar die Anzahl der Fach- und Hochschulabsolventen um über ein Drittel erhöht, aber damit kommt Deutschland noch immer nur auf einen Anteil von circa 25 Prozent an Akademikern, während der OECD-Schnitt in der selben Zeit auf 38 Prozent gestiegen ist. Die Bildungsausgaben liegen in Deutschland, entgegen der Pläne der Regierung, nur bei 4,7 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Lediglich Italien, die Slowakei und Tschechien geben ebenfalls so wenig für die Bildung ihrer Bürger aus. Auch die Förderung von Kindern einkommensschwacher Eltern wird in Deutschland vergleichsmäßig stark vernachlässigt. Wenn wir diese Entwicklung nicht schleunigst und tiefgreifend verbessern, werden wir in wenigen Jahren auch wirtschaftlich nicht mehr mit anderen Ländern mithalten können.

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