FDP: Gauck oder Wulff?

Ganz einig sind sich die Koalitionspartner CDU und FDP über die Entscheidung, wer als neuer Bundespräsident Deutschland am besten vertritt nicht. Drei Wahlmänner der FDP aus Sachsen, haben sich jedenfalls entschieden, für den Kandidaten der SPD Joachim Gauck, zu stimmen. Für Fraktionschef Holger Zastrow, vertritt Gauck die Werte, für die er als gebürtiger Ostdeutscher 1989 demonstriert habe. Auf der Bundesversammlung am Freitag in Dresden begründet er seine Entscheidung, mit seiner Einschätzung Gaucks:

„Freiheit, Verantwortung, Marktwirtschaft und Leistungsgerechtigkeit……ein freier Geist, der unabhängig von tagespolitischen und parteitaktischen Problemstellungen eine moralische Instanz für Deutschland sein kann…… ehrlicher und unbequemer Ratgeber und Mahner, Motivator und Kritiker“.

Am 30. Juni wird das Wahlgremium in einer geheimen Wahl den Nachfolger des zurückgetretenen Bundespräsidenten Horst Köhler entscheiden. Eine so genannte „Wahlempfehlung“ will die sächsische FDP den von ihr gesandten Wahlmännern nicht mitgeben. Deren Entscheidung für Joachim Gauck ist somit unabhängig von der offiziellen Position der FDP. Dabei hatte die Fraktionsvorsitzende der FDP im Bundestag, Brigitte Homburger noch vor einigen Tagen betont, dass die FDP geschlossen hinter dem CDU-Kandidaten Christian Wulff stünde. Auch der Bremer Delegierte, Oliver Möllenstedt, ist als Sympathisant von Joachim Gauck bekannt. Es bleibt spannend.

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